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KICSim 2014 – Wer regiert den Mittleren Osten?

Der Nahe Osten ist seit Monaten hart umkämpft, verschiedene Staaten, Terrororganisationen und Unternehmen führen Krieg in der Region. Aber welche Partei hat die meiste Macht und die größten Chancen, den Krieg zu gewinnen? Und wie ist Frieden möglich? Dieser Frage nahmen sich vom 28. – 30. November knapp 70 Delegierte aus aller Welt an. Bei der 3. Konstanz Interactive Crisis Simulation drehte sich alles um das Thema Naher Osten und aus Studenten wurden Minister und Kommandanten. Während der „Islamische Staat“ Angriffe auf Kurden sowie syrische und irakische Gebiete zu starten, beschäftigte sich die NATO mit ganz anderen Dingen: Sollen wir überhaupt eingreifen, und wenn ja besser mit einer Luft- oder Bodenoffensive? Die Strategen des westlichen Militärbündnisses zerbrachen sich die Köpfe und diskutierten angeregt. Die Stimmung kippte aber spätestens nach dem groß angelegten Terroranschlag des IS in Berlin. Die anderen Komitees arbeiteten mindestens genauso hart: Baschar al-Assad und sein Ministerstab ließen sich zum Beispiel von einer völlig fehlgeschlagenen Rede an die Nation nicht abschrecken und verfolgten weiterhin konsequent eigene Ziele – es galt schließlich den Bürgerkrieg im eigenen Land zu gewinnen. Die Türkei half derweil dem IS beim Schmuggeln und trug auch nicht zu einer friedlichen Lösung des Konflikts bei. Stattdessen versuchten die türkischen Minister selbst einen Vorteil aus den Kämpfen und dem Machtvakuum, das dadurch im Nahen Osten entstanden war, zu ziehen. Kurdistan hatte hingegen ganz andere Sorgen: Ohne eigenen Staat werden die Kurden verfolgt und bekämpft – besonders vom Islamischen Staat. Dank dem geschickten Taktieren der Peshmerga konnten die Kurden dem IS während der KICSim aber entgegenstehen – und dank der strategischen Überlegungen der Minister zahlreiche Gebiete zurückerobern. Auch der Irak entpuppte sich als äußerst erfolgreiches Komitee und zeigte nicht nur beim freitäglichen Pub Crawl eine hervorragende Leistung – auch während der Sessions konnte das Komitee immer wieder Impulse setzen. Die Eskalation des Konflikts konnte aber nicht mehr verhindert werden. Obwohl die Minister in ihren Komitees ihr Bestes gegeben haben, lag die Welt am Ende in Trümmern. Und trotzdem: die KICSim 2014 war ein voller Erfolg. Die Organisatoren freuten sich über einen Teilnehmerrekord, die Teilnehmer über hervorragendes (zugegeben nicht halal) Essen und einen insgesamt gelungenen Ablauf. Neue Freundschaften abseits der Sessions wurden geschlossen und der eine oder andere Teilnehmer wurde – hoffentlich – vom „MUN-Fieber“ infiziert. Und so fuhren Delegierte, Chairs, Masterminds und Organisatoren am Sonntag nach einer emotionalen Closing Ceremony und drei Tagen Krise mit vielen neuen Erfahrungen im Gepäck müde aber glücklich nach Hause…bis zum nächsten Jahr bei der KICSim 2015!